William Makepeace Thackeray

William Makepeace Thackeray (1811 - 1863)

Kapitel XXX

PEG VON LIMAVADDY

Zwischen Coleraine und Derry verkehrt eine tägliche Postkutsche (abgesehen von zwei seltsam aussehenden Wagen die ab und zu mal fahren) und ich war in diesem Gefährt samt einem klugen Fahrer und ein Pferd mit einer fürchterlichen Verletzung an der Schulter, der einzige Fahrgast während der 25 Meilen unserer Reise. Die Hütten von Coleraine verlässt man nicht schnell, und wir fuhren über die Brücke und dann auf und ab einer hügeligen Vorstadtstraße entlang. Die Bann floß bildschön zu unsere Linken und rechts war eine katholische Kirche, die schon erwähnten Hütten und einige sauber aussehende Häuser und Güte. Nun begannen wir den Aufstieg der langen, weiten Hügel, zwischen ihnen schimmerten hie und da einige Moorseen bevölkert von schwarzen und weißen Vögeln, Gänse und Krähen auf der Jagd. Einige der Stoppelfelder waren schon gepflügt worden aber neben fast jedem Haus sah man ein schwarzes Kartoffelfeld das reif zum Graben war, den das Wetter änderte sich und der Wind begann zu heulen. Sobald wir durch Wenn wir durch Wälder fuhren sahen wir windbewegte senfgelbe Blätter und die weißen Stämme der Linden und Eschen sahen schon etwas kahl aus.

Nun hielten wir an um das Pferd mit der offenen Wunde zu tränken; dann trabten wir den Hügel runter und hatten eine herrlich rauhe Ansicht auf Lough Foyle und die umringenden Berge bis wir endlich Newtown Limavaddy erreichten wo das blutenden Pferd für ein Anderes gewechselt wurde daß nicht viel schöner aussah aber, wie sein Kollege, auf der Straße sehr schnellfüßig war.

Newtown Limavaddy ist die drittgrößte Stadt in der Grafschaft Londonderry. Es besteht aus drei gutgebauten Straßen, die Anderen sind minderwertig und hat eine respektabele Bevölkerung. All dies mag war sein, wie es uns das gutinformierte Reisebuch erzählt, aber ich muß zugeben daß ich an etwas Anderes dachte als wir wieder durch die Stadt fuhren denn ich hatte mich während unseres zehnminütigen Aufenthaltes unsterblich verliebt.

Ja, Peggy von Limavaddy, Barrow und Inglis sind nach Conemara gefahren um sich in Fräulein Flinn zu verlieben, es wir mir also erlaubt sein nach Ulster zu kommen um Dich zu Deinen Füßen zu huldigen - Deinen strumpflosen Füßen, o Margaret! Erinnerst Du Dich noch an den Oktobertag ('s war der erste Tag des rauhen Wetters) als der bestaubte Reisende dein Wirtshaus betrat? Aber die Umstände dieser Leidenschaft werden besser in unsterblichen Versen ausgedrückt.

 
Zurück zum Gedicht


Zurück zum Anfang
Zwei Tudors