The ruins of the priory

C692083

Die Abtei von Dungiven
und
O'Cahan's Grab


Dieser alte Glaubensort war schon im 11. Jahrhundert, ehe die Normannen kamen, ein Kloster. Es wurde dann als Augustiner-Abtei genutzt und wurde später zur Zeit der Plantation ein Herrensitz. Heutzutage ist es eine romantische Ruine, hoch auf einem Felsen über der Roe, obwohl man den Fluss kaum sehen kann, denn das Gestrüpp ist zu dicht.
Im 13. Jahrhundert wurde ein Altarraum hinzugefügt und dieser wurde der übliche Begräbnisort für die O'Cahans, die Herscher des Roe Valley in jenen Zeiten. In dem Altarraum befindet sich ein herrliches Grab mit einem in Stein gehauenen Krieger, der unter einer Decke von steinernem filigranem Muster ruht. Der Körper ist von einem Schwert bedeckt. Unter ihm sind sechs Nischen, in denen kleine Reliefs von bewaffneten Kriegern zu sehen sind, die Kilte tragen. Die Skulptur ist von sehr hoher Qualität und einmalig in Ulster - möglicherweise ganz Irland.

Detail

Zwei der Sechs.

O'Cahan's tomb

O'Cahan's Grab

Man vermutete immer, das in dem Grab Cooey-na-Gal O'Cahan liege, der um 1385 verstarb. 'Cooey-na-Gal' bedeutet "Schrecken der Fremden" und die Tatsache, dass er hier so bewegungslos liegt und nicht mehr blutrünstig das Tal der Roe durchstreift, ist dem durchschnittlichen Touristen höchst willkommen

Die Ordnance Survey Memoires erzählen, dass der Name des toten Häuptlings einigen Soldaten der Schottischen Highlanders, die am Ende des 18. Jahrhunderts in Dungiven stationiert waren, so missfiel, dass sie sich entschlossen, Rache zu nehmen. Sie vandalisierten die schöne Skulptur und richteten großen Schaden an.

Sie hätten sich die Mühe sparen können, denn die romantische Legende Cooey-na-Gal ist nicht unbedingt wahr überliefert worden, denn der Ort ist wahrscheinlich im 15 Jahrhundert gebaut worden, also lange nach der Zeit, in der unser xenophobischer Freund starb. Man nimmt an, dass es das Grab des Aibhne O'Cahan ist, der um 1492 ermordet wurde.

Die Abtei ist heute ein sehr luftiger Ort, von alten Gräbern und den Grundmauern des alten Herrenhauses umgeben. Der Altarraum hat ein neues Wellblechdach und eine große hölzerne Tür sperrt den Weg. Man kann durch zwei sehr kleines Fenster zum Grab hinsehen, aber der Raum ist so dunkel, dass fast nichts zu erkennen ist.


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